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Bruder Mozart Am 14. Dezember 1784 wurde Wolfgang Amadeus Mozart in die Wiener Loge »Zur Wohlthätigkeit« aufgenommen. Seine Initiation wurde für ihn zu einem Schlüsselerlebnis, das sein Denken, Fühlen, Handeln und Wirken entscheidend beeinflussen sollte: »Zweifellos haben die menschenfreundlichen und großzügigen Bestrebungen der Freimaurer, ihr Kampf gegen Aberglauben und Gewissensenge, die idealen Grundsätze gegenseitiger Förderung und brüderlicher Gleichberechtigung das empfindliche Gemüt Mozarts lebhaft gewonnen.« (Bernhard Paumgartner). Amadé Mozart veranlasste Haydn und sein Vater Leopold dem Orden beizutreten, und er wurde durch die Königliche Kunst zum »Bruder« der bedeutendsten Wiener und Prager Zeitgenossen, die ihm immer wieder ihre Solidarität bekundeten. Es ist daher umso verwunderlicher, dass gerade ein Logenbruder, Fürst Carl von Lichnowsky, einen Prozess gegen Mozart anstrengte, den dieser kurz vor seiner tödlichen Krankheit verlor. Er wird aus maurerischer Sicht beleuchtet. Ebenso werden die Legenden um das »Requiem«, die mit Mozarts frühem Tod verbundenen Vergiftungstheorien und sein Begräbnis, das genau den Verordnungen Josephs II. entsprach, untersucht. Wesentlich ist der freimaurerische Einfluss, der Mozarts musikalisches Schaffen von 1785 bis 1791 bestimmte. Dieser wirkte sich nicht nur auf Werke für die Loge, wie etwa die einzigartige »Maurerische Trauermusik« aus, sondern auch auf »profane« Kompositionen, die erst ganz verständlich werden, wenn man sie auf die emotionalen und geistigen Dimensionen der Königlichen Kunst bezieht. Krönung dieser Arbeit ist die »Zauberflöte«, das »Hohelied« der Freimaurerei, zu deren Entstehung neue Erkenntnisse vorgelegt werden. Ihr folgte als letztes abgeschlossenes Werk »Eine kleine Freimaurerkantate«, die Mozart noch persönlich drei Tage vor seiner fatalen Krankheit bei der Einweihung eines neuen Tempels aufführte. * * * |
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