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Critiques sur mes publications
/ spectacles théâtraux VII
"Hänk dech
dach nëmmen op!"
"Undramatisch, langeweilig, mißlungen
„'Textur zwischenkultureller Beziehungen' nennt Roger Linster in
einem Vorwort das, was Guy Wagner auf die Bühne bringt. Dabei ist
es so, daß es in Wagners Familie, die vor Jahren im ersten Teil
einer Trilogie im „Hei elei" zu sehen war, gar keine Beziehungen
mehr gibt. Der Versuch des Autors, dieses triste Bild einer Familie zur
Allgemeingültigkeit zu bringen, mißlingt kläglich. Zu
tief sind die drei Figuren auf der Bühne in Kommunikationslosigkeit
verfangen, als daß sie dem Publikum etwas vermitteln könnten.
Zu hoffnungslos ist eine Situation, an der jeder jedem die Schuld
gibt und für die keiner verantwortlich sein will, als daß sie
glaubwürdig wäre."
Roland Houtsch,
L.W. 27.1.87
…“alle
schuld“, sagt er, und bleibt dabei illusionslos: wir werden uns
nicht mehr ändern.
Gegen diese Einsicht ist der Hoffnungsfunken der Mutter gegen Ende des
Stückes (...) kein Grund anzunehmen, daß es in der Trilogie
drittem Teil besser werden wird in dieser Ehe.
Denn auch wenn das Aufbegehren des Vaters gegen seine Abstempelung zum
Sündenbock eine nuancierte Einsicht in die Problematik der ehelichen
Beziehung bringt, so bleibt das Elternpaar in seiner Fähigkeit zur
Analyse beschränkt. Weil es seine Probleme individuell angeht, weil
es aus generations- und milieubedingten Gründen nicht versteht, daß
und wie seine Probleme sich in einen größeren gesellschaftlichen
Kontext einschreiben.
D.h. die Protagonisten auf der Bühne verstehen nicht, was den Zuschauern
klar ist: daß es nicht um die Ehe von Vic und Louise geht, sondern
um die Institution der Ehe,
um die Problematik der Beziehungen in einem bestimmten gesellschaftspolitischen
Kontext und den Einfluß der Gesellschaft auf diese Beziehung.
josiane kartheiser
(tageblatt 27.1.87)
"Vater, Mutter, Kind —
jeder sucht auf seine Art nach Achtung, Anerkennung und Selbstzweck, doch
alle haben irgendwie den falschen Weg eingeschlagen, sind zu verklemmt
in ihrer kleinkarierten Welt.
Eine Theaterfamilie, die von manchem Klischee lebt, doch der echten manchmal
so nah ist, daß jeder sich in den Figuren oder der „Szene"
auf der Bühne wiedererkennen kann, und sei es auch nur für Sekunden.
Eine echte Familie aber auch, weil die drei Darsteller — Aly Bintz,
Micky Bintz-Erpelding, und Sylvie Bintz — in der Wirklichkeit eine
Familie sind. Nun, dem Stück hat dies sicherlich keinen Abbruch getan,
im Gegenteil. Zu den stärksten Passagen zählt auch ohne Zweifel
jene, wo Mutter und Tochter sich ihre Sorgen beim Wein von der Seele reden.
Sylvie Bintz als Debütantin ist überzeugend, ihre Mutter taut
nach anfänglicher Theatralik in dieser Passage erst richtig auf.
Nein, sie wollen keine Igel sein, Stacheln haben und doch überrollt
werden, von den äußeren Umständen, dem Leben schlechthin."
Monique Mathieu
(journal, 27.1.87)
"Comme dans «Ee wei deen aaneren», Guy Wagner a eu recours
aux moyens d'expression du theätre traditionne! luxembourgeois. II
depeint une famille typique, permettant ä chaque spectateur des moments
d'identirication. L'auteur désire en effet mobiliser te grand public
pour les problemes profonds qui secouent notre société et
qui condamnent chacun ä la solitude au sein de la famille."
Colette Mart
(Républicain Lorrain, 28.1.87)
"Dem Theatestück
kommt es zugute, daß Guy Wagner versucht, Familienproblematik von
mehreren Seiten her zu beleuchten. So ziehen weder der Mann noch die Frau
den kürzeren. Jeder der Involvierten darf auf seine Art und aus seiner
Sicht die Dinge darlegen, sich in seiner ihm typischen, unverblümten
Sprache äußern.
Der Alkohol bildet die letzte Brücke, durch die Kommunikation in
dieser gezeichneten Familie möglich ist. Hierin liegt die eigentliche
Tragik des Stücks (…) Guy Wagners Verdienst ist es, einem eher
gemischten Publikum, das leichtere Theaterstücke gewöhnt ist,
auch mal ein schwierigeres Stück angeboten zu haben. Ein Stück,
in dem die heile-Welt-Fassade, hinter der sich so manche Familie versteckt,
schonungslos demaskiert wird!"
Pia Burggraff
(Lëtzebuerger Land, 30.1.)
Suite (Critiques)...
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Affiche de
"Hänk dech dach nëmmen op!"
par René Weyland
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